9 Anzeichen dafür, dass ihr SCADA Alarm System ineffektiv ist!

    16 Juli 2020

    9 Anzeichen dafür, dass ihr SCADA Alarm System ineffektiv ist!

    Alarme sind eine der wichtigsten Komponenten in Industriebetrieben und die primäre Methode das Bedienpersonal über Unregelmäßigkeiten zu informieren. Ein effektiver Umgang mit Alarmen ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit der Anlage, Produktivität und Rentabilität; jedoch haben viele Produktionsstätten kein langfristiges und klar definiertes Alarmmanagementsystem im Einsatz. In den meisten Fällen ist das Vorgehen eher reaktiv als proaktiv.

    Lesen Sie im weiteren Verlauf über die neun häufigsten Hinweise auf schlecht designte Alarmsysteme sowie ineffektives Alarmmanagement und erkennen sie diese in ihrer Anlage.

     

    1. Mangelnde Klarheit über Alarmdefinitionen und Priorisierung

    Wenn Alarmkriterien nicht klar definiert sind kann es dazu kommen, dass es Alarme gibt die keine Bedienerreaktion erfordern – Alarme ohne definierten Zweck. In einem solchen Fall hat das Alarmsystem zu viele informative und gering priorisierte Alarme, dies erhöht das Alarmrauschen und führt zu mehr Unruhe im Kontrollraum



    2. Alarmflut

    Wenn die Bediener während einer abnormalen Situation oder Anlagenstörung mit einer hohen Anzahl Alarmen überschwemmt werden (10 oder mehr Alarme pro 10 Minuten pro Bediener), dann gibt es ein Problem mit dem Design des Alarmsystems.


    3. Hohe Anzahl Alarme während des normalen Betriebs:

    Wenn die Bediener auch während eines normalen Anlagenbetriebs von Alarmen überflutet werden, ist dies ein eindeutiges Zeichen dafür das das Alarmsystem eine Feinabstimmung benötigt.



    4. Fehlalarme und sich wiederholende Alarme:

    Diese Alarme erscheinen immer wieder im Verlauf des normalen Anlagenbetriebs und können das Vertrauen des Anlagenbedieners in das Alarmsystem vermindern. Diese Alarme verbergen die wichtigen Alarme, die die Aufmerksamkeit und Reaktion des Bedieners benötigen.



    5. Folge- oder kaskadierende Alarme:

    Hierbei handelt es sich um Alarme die immer wieder in Folge eines anderen Alarms ausgelöst werden, sie treten immer zusammen auf. Eine große Anzahl von Folgealarmen kann eine Alarmflut verursachen die den Bediener mit Alarmen überschwemmt und daraufhin das Alarmsystem unwirksam machen.


    6. Unklare Alarmmeldungen:

    Unklare Alarmmeldungen liefern dem Bediener keine aussagekräftigen Informationen über die Ursache des Problems oder wie er es beheben kann. Ein Mangel an geeigneten Leitfäden schränkt die Möglichkeiten des Bedieners angemessen auf Alarme zu reagieren ein.



    7. Viele Alarm mit hoher Priorität:

    Eine große Anzahl von Alarmen mit hoher Priorität im Alarmsystem hat einen negativen Einfluss auf die Möglichkeit des Bedieners zwischen wichtigen Sicherheitsrelevanten Alarmen und Prozessalarmen zu Unterscheiden. Daraus folgt das wirklich kritische Alarme mit zu geringer Priorität behandelt werden.

    8. Anstehende Alarme

    Diese Alarme sind immer in der Alarmanzeige präsent und bleiben über sehr lange Zeiträume aktiv. Das führt zu einer Ablenkung der Bediener im effektiven Umgang mit neuen Alarmsituationen die Ihre Aufmerksamkeit benötigen. 
    [Anmerkung: Die EEMUA empfiehlt im allgemeinen Betrieb nicht mehr als 10 anstehende Alarme im System.]


    9. Wiederholtes zurückstellen von Alarmen:

    Wird ein Alarm fast täglich quittiert und zurückgestellt gibt es sicherlich ein Problem, dass angegangen werden sollte. Wenn es über einen langen Zeitraum, z.B. 2 Monate, immer wieder dazu kommt das einer oder mehrere Alarme zurückgestellt werden, so sollten diese Alarme nicht mehr in der Hauptalarmliste angezeigt werden. Solche Szenarien deuten auf Fehlfunktionen der Hardware oder auf grundsätzliche Problem im Design des Alarmsystems hin.
    [Anmerkung: Die EEMUA Richtlinien empfehlen zu jedem Zeitpunkt nicht mehr als 30 zurückgestellte Alarme im System.]

     

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    Dirk Rengbers
    Geschrieben von
    Dirk Rengbers

    Hallo, ich bin Dirk Rengbers und blicke zurück auf über 15 Jahre Erfahrung in der Automatisierungstechnik. Mein Hauptaugemerk lag und liegt darauf, den Einsatz bewährter - aber auch neuer - Technologien zur Optimierung industrieller Prozesse voranzutreiben. Heute nutze ich diese Erfahrungen, um Sie als Business Development Manager für ein umfangreiches Asset Performance Management (APM) Portfolio bei Ihrer Suche nach der passenden Lösung für Ihr Unternehmen zu unterstützen.

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